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Barbara Meilers Bilder sind aus dem Erleben geschaffen, aufregend in der Sensibilität, berührend in der Emotionalität. In ihnen finden sich intensive Auseinandersetzungen mit dem Figürlichen, Alltagserfahrungen und archaische Motive zu einer spannungsvollen Einheit zusammen.

Die Figur steht im Vordergrund ihrer Malerei, auch in den freieren Bildern. In ihrem persönlichen Farbkanon dominieren zarte Töne in Blau, Orange, Ocker und Gelb. In manchen Malprozessen flankiert Barbara Meiler differenziert dunkle Töne zu hellen Akzenten. Hier erfahren wir ganz unmittelbar, dass die Malerin sich von einer leidenschaftlichen Suche nach dem „Sein“ leiten lässt.
Barbara Meilers Bilder zeigen eine poetische Auseinandersetzung nicht nur mit der Oberfläche, sondern auch mit der Durchlässigkeit der vielen Farbschichten.

Michael Siegel
Maler und Zeichner


In den Arbeiten von Barbara Meiler verweisen Sylphiden, Feuergeister, Undinen und Erdmutter auf die Ursprünge in der Mythologie.
Als Verkörperung der Naturkräfte symbolisieren sie sowohl das stoffliche als auch das geistige Prinzip der vier Elemente. Neben dieser Symbolik unterstützen Naturbeobachtung und Einfühlung in das Gesehene, ebenso das Einbringen der eigenen Emotionalität in Duktus und Farbgebung die Aussagekraft ihrer Bilder.

Barbara Meiler möchte Natur nicht abbilden, sondern der Phantasie des Betrachters genügend Raum für eigene Assoziationen lassen. Den nicht an feste Formen gebundenen Elementen verleiht sie daher mittels einer semiabstrakten Bildsprache Gestalt. Nichts ist endgültig und alles in Bewegung. So können sich figürliche Vorstellungen mit abstrakten Ideen verbinden und was eben noch lebendig erschien zu Stein erstarren, sich in fließendes Wasser oder in strahlendes Licht verwandeln.

Das sich stets Verändernde, das Fragmentarische ist der eigentliche Inhalt vieler ihrer Arbeiten. Auch in den nach dem Modell entstandenen Aktzeichnungen sind die Proportionen nicht in feste Konturen gepresst. Es scheinen die ständigen Veränderungen in Bewegung, Gestik und Mimik zu sein, die Barbara Meiler interessieren und die sie zeichnend nachempfindet. Dem weiblichen Körper misst sie besondere Bedeutung bei. Sie thematisiert ihn um seiner selbst Willen, er kann aber auch Vorgänge in der Natur symbolisieren oder die Problematik zwischen- menschlicher Beziehungen andeuten. So teilt sich die komplexe Ideenwelt von Barbara Meiler im nur Angedeuteten, nicht oder noch nicht Festgelegten mit, und das wiederum macht den Reiz ihrer Bilder aus.

Dr. Roswitha Nees
Kunsthistorikerin